Ihre Mutter erwiderte, dass sie dann wütend auf sie sein würde.
Marichka schwieg auf dem Weg ins Krankenhaus.
Als sie ankamen, roch es im Zimmer nach Regen, Espresso und Medikamenten.
Die Schicht begann.
Um 13:47 Uhr wurden sie in die Notaufnahme eingeliefert.
Um 14:03 Uhr notierte das Team folgende Symptome: Übelkeit, Schwäche, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen und Schwindel.
Wenige Minuten später traf die Ärztin ein, um das Mädchen zu untersuchen.
Sie fragte, wie lange die Schmerzen schon anhielten, wo sie sich aufhielt und ob sie Fieber bekommen oder ohnmächtig geworden sei.
Marichka antwortete langsam und umklammerte ihren Ärmel.
Dann kam der Moment, der den Gesichtsausdruck der Ärztin veränderte.
Als die Ärztin während der Untersuchung sanft auf ihren Unterbauch drückte, wurde das Mädchen blass und drückte fest die Hand ihrer Mutter.
Die Ärztin konzentrierte sich sofort.
Sie fragte erneut, wie lange die Beschwerden schon anhielten.
Natalia antwortete:
„Fast einen Monat.“
Der Arzt rief eine Krankenschwester und ordnete umgehend Untersuchungen und einen Ultraschall an.
In diesem Moment wurde Natalia klar, dass ihre Befürchtungen berechtigt waren.
Während sie auf die nächsten Schritte wartete, sah sie ihre Tochter an und erkannte etwas, das sie nie vergessen würde.
Marichka brauchte mehr als nur Behandlung.
Sie musste wissen, dass ihre Stimme zählte.
Die nächsten Stunden würden zeigen, was im Körper des Mädchens vor sich ging, und die schmerzhafte Wahrheit über all das, was die Familie ignoriert hatte.