In dieser kleinen Küche, umgeben von Büchern, Tee und dem Garten davor.
„Da bist du ja, Maeve.“
Die Frau neben ihm drehte sich um.
Sie konnte nicht viel älter als fünfundzwanzig sein.
Sie war von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet.
Tattoos bedeckten beide Unterarme, und mehrere silberne Piercings reflektierten das Nachmittagslicht.
„Das ist Raven“, sagte Mama. „Sie ist eine Freundin.“
Raven stand höflich auf.
„Freut mich, dich kennenzulernen.“
„Gleichfalls.“
Doch meine Aufmerksamkeit wanderte immer wieder zu Papas Stuhl.
Raven bemerkte es.
„Sitze ich hier etwa falsch?“
„Nein“, sagte ich schnell. „Alles gut. Woher kennt ihr euch?“
„Wir haben uns bei einem Kaffee kennengelernt“, antwortete Mama.
„Im Café der Buchhandlung“, fügte Raven hinzu. „Sie meinte, der Roman, den ich gerade lese, sei furchtbar.“
Mama lächelte. Schwangerschaft und Mutterschaft
„Es war furchtbar.“
Ich versuchte zu lachen, aber irgendetwas störte mich.
„Ich dachte, wir würden den Nachmittag zusammen verbringen.“
Mamas Lächeln verschwand.
„Wir können das nächsten Samstag machen.“
Ich funkelte sie an.
„Willst du mich etwa wegschicken?“
„Wir reden über etwas Privates.“
Raven bot sofort an zu gehen.
Aber Mama hielt sie auf.
„Nein.“
Das tat mehr weh, als es sollte.
Ich schnappte mir meine Tasche.
„Maeve“, sagte Mama sanft. „Ich liebe dich. Aber ich brauche nicht, dass du jeden Aspekt meines Lebens kontrollierst.“
„Samstage gehören normalerweise uns.“
„Ich weiß.“
Ich sah Raven an, dann wieder Mama.
„Na gut. Ich mach dir Platz.“
Bevor ich ging, bemerkte ich eine kleine Holzkiste neben Ravens Ellbogen.
Mama deckte es schnell mit einem Geschirrtuch ab.
Das beruhigte mich überhaupt nicht.
„Okay“, wiederholte ich.
← « Zurück