Fast drei Stunden lang berührte mich ein Fremder im Bus immer wieder am Oberschenkel, während ich neben meinem Sohn auf dem Weg zu meinem schwer kranken Schwiegervater saß. Ich war wütend und verwirrt, bis er mir kurz vor dem Aussteigen ein Taschentuch in die Hand drückte und flüsterte: „Tu so, als ob dir schwindlig wäre … und unterschreib bloß nichts.“

Ich blieb stehen.

„Woher weißt du das?“

Arthurs Gesichtsausdruck verfinsterte sich.

„Weißt du, wer er wirklich ist?“

Noch am selben Nachmittag fand ich die Antwort.

In Julians altem Büro stand ein kleiner Safe, versteckt hinter einem Gemälde.

Darin befanden sich drei Notizbücher aus Leder, ein USB-Stick und ein handgeschriebener Brief an mich …

Und eine digitale Aufnahme.

Ich öffnete das Video.

Julian erschien auf dem Bildschirm.

Er sah erschöpft aus.

Er hatte dunkle Ringe unter den Augen.

Sein Gesicht war blass.

Dann sprach mein verstorbener Mann.

„Elena, wenn du das siehst, bedeutet es, dass ich sie nicht mehr aufhalten konnte, bevor es zu spät war.“

Ich hielt mir den Mund zu.