Doch in ihrer Hochzeitsnacht schrie sie auf, als er seine „Haut“ abstreifte und den Mann enthüllte, von dem sie alle geträumt hatten.
Clara war eine junge Frau voller Träume, gefangen in der Armut.
Ihr Vater war spielsüchtig geworden und hatte 50 Millionen Pesos Schulden angehäuft.
Und wem schuldete er das Geld?
Niemand Geringeres als Don Sebastián „Baste“ Montemayor.
Don Baste war im ganzen Land nicht nur für seinen Reichtum, sondern auch für sein Aussehen bekannt.
Er wog fast 140 Kilogramm.
Krankhaft fettleibig, schwitzte er ständig, hatte Narben im Gesicht und saß immer in einem Elektrorollstuhl, weil er Gerüchten zufolge aufgrund seines Gewichts nicht laufen konnte.
Hinter seinem Rücken nannten ihn die Leute grausam „Das Milliardärsschwein“. DER DEAL
Eines Nachts kamen Don Bastes Männer zu Claras Haus.
„Bezahlt die Schulden, sonst kommt ihr ins Gefängnis!“, drohten sie ihrem Vater.
„Wir haben kein Geld!“, schrie er.
„Dann gebe ich euch meine Tochter! Clara! Sie ist jung, schön und fleißig! Heirate sie, Don Baste, nimm sie im Tausch gegen meine Schulden!“
Claras Augen weiteten sich vor Entsetzen.
„Papa?! Willst du mich verkaufen?!“
Aber Clara hatte keine andere Wahl.
Um das Leben ihres Vaters zu retten, willigte sie ein, den Mann zu heiraten, vor dem alle Angst hatten.
DIE HOCHZEIT
Am Hochzeitstag tuschelten die Gäste unaufhörlich.
Clara, strahlend in ihrem Brautkleid, stand gelassen und ruhig neben Don Baste, der schweißgebadet und keuchend mit einem Spaghettifleck auf seinem Smoking dastand.
„Das arme Mädchen“, flüsterte jemand.
„Sie ist nur am Geld interessiert.“
„Sie muss angewidert sein von dem Gedanken, mit ihm das Bett zu teilen.“
Clara hatte alles mitgehört.
Doch sie trug stolz das Kinn hoch.
Sie nahm ein Taschentuch und tupfte Don Baste sanft den Schweiß von der Stirn.
„Alles in Ordnung, Don Baste?“, fragte sie leise.
„Möchten Sie etwas Wasser?“
Don Baste erstarrte.
Er hatte Abscheu erwartet, doch stattdessen sah er Mitleid.
Vorsicht.
„Wasser“, flüsterte er.
Während der gesamten Zeremonie wich Clara nicht von seiner Seite.
Als es Zeit für die Fotos war, wich sie ihm nicht von der Seite.
Sie nahm seine Hand: groß, rau und zitternd.
DIE PRÜFUNG
Nach der Hochzeit wurden sie zu Don Bastes Villa gebracht.
„Ihr schlaft auf dem Sofa“, befahl Baste aus dem Schlafzimmer.
„Ich bin zu groß; du wirst nicht bequem im Bett liegen. Und noch etwas …“
„Putze mir die Füße, bevor du schlafen gehst. Und gib mir zu essen.“
Don Baste testete sie.