Santiago zog sein Handy heraus.
„Hallo, hier spricht Santiago Herrera, ein Investor des Industrieprojekts. Ich möchte eine schwerwiegende Unregelmäßigkeit in Ihrem Unternehmen melden …“
Ramírez wurde kreidebleich. Sekunden später floh er.
Stille kehrte zurück.
Don José, nun wieder bei Bewusstsein, sah Santiago mit tränengefüllten Augen an.
„Sind … Sie?“
Santiago kniete nieder.
„Ja, Don José. Ich bin’s. Ich habe nie vergessen, was Sie für mich getan haben.“
María weinte.
„Wir dachten, wir würden Sie nie wiedersehen …“
Santiago zog ein altes Foto hervor: es zeigte ihn als Kind mit Don José.
„Diese Geste hat mir das Leben gerettet. Jetzt bin ich an der Reihe.“
Er hatte ihnen Hilfe versprochen: ein anständiges Haus, eine Ausbildung für Lupita … nicht aus Almosen, sondern aus Dankbarkeit.
An diesem Nachmittag hielt sich die Hitze draußen hartnäckig. Doch im Inneren des Raumes war etwas Stärkeres zu spüren: die Wärme der Freundlichkeit.
Denn das Leben gibt früher oder später immer zurück, was man ihm gibt.