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Am anderen Ende der Stadt, im größten BMW-Autohaus des Landkreises, herrschte hinter den Glaswänden des Büros bereits Panik.
Der Verkaufsleiter, der Mary hatte gehen sehen, ohne einen Finger zu rühren, starrte nun entsetzt auf seinen Laptop-Bildschirm. Eine dringende Konzernmeldung war soeben im internen Portal des Autohauses erschienen: Eine seit Langem laufende regionale Prüfung einer Unternehmenspartnerschaft war beschleunigt worden, und der Auftrag von Carter Valley Farms – ihre größte Einnahmequelle – war aufgrund unakzeptablen Händlerverhaltens mit fristloser Kündigung freigegeben worden.
Das Telefon auf seinem Schreibtisch klingelte schrill. Mit zitternder Hand nahm er ab.
„Ist Ihnen eigentlich klar, was Sie da gerade angerichtet haben?“, dröhnte die Stimme des Bezirksleiters durch den Hörer, so laut, dass die Empfangsdame zusammenzuckte. „Carter Valley hat gerade den gesamten Prozess abgebrochen und ihn an einen unabhängigen Händler im Landkreis weitergeleitet! Packen Sie Ihre Sachen. Sie und Grant sind erledigt.“
Im kleineren Ausstellungsraum stand Evan Miller mit drei Sätzen BMW-Schlüsseln da und glaubte immer noch halb, er träume.
Daniel Ruiz trat näher, schloss vorsichtig den dicken Bankumschlag und sah Mary mit tiefem Respekt an.
„Mrs. Carter“, sagte Daniel mit professioneller, aber bewundernder Stimme. „Die drei X5 werden bis Dienstagvormittag in Ihrer Hauptniederlassung eintreffen. Der Flottenvertrag wird bis zum Ende des Tages in unserer Firmenzentrale finalisiert.“
Mary nickte zustimmend. Sie nahm ihre Segeltuchtasche, rückte den ausgefransten Riemen auf ihrer gebräunten Schulter zurecht und wandte sich dem gläsernen Ausgang zu.
Sie ging an Grant vorbei, der immer noch wie angewurzelt am Eingang stand, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen. Sie trat an ihm vorbei in die helle texanische Sonne und stieg zurück in ihren ramponierten Truck.
Sie wusste, dass sich manche Fehler nicht mit einem strahlenden Lächeln aus dem Ausstellungsraum wiedergutmachen ließen.