“Meine Schwester blaffte: „Du hast die Polizei wegen deiner eigenen Familie gerufen?“ Nachdem sie ohne meine Erlaubnis für ihre „unvergesslichen“ Flitterwochen in meiner Hütte aufgetaucht war. Also antwortete ich: „Nein. Ich habe die Polizei wegen Eindringlingen gerufen!“
Teil 1
Der Thanksgiving-Tisch sah aus wie aus einer Zeitschrift – genau die Art von Ding, für die meine Mutter, Celandine Vale, lebte.
Es gab zwölf Gedecke, gebügelte Leinenservietten, die zu kleinen Fächern gefaltet waren, eine Truthahnglasur so perfekt, dass sie unecht wirkte, drei Sorten Kuchen auf der Anrichte und eine Tischdekoration aus orangefarbenen Rosen, Eukalyptus und kleinen weißen Kürbissen. Das Esszimmer roch nach Butter, Zimt, geröstetem Knoblauch und der Kiefernkerze, die Mom immer anzündete, wenn sie wollte, dass das Haus teuer wirkte.
Meine Schwester Maribel saß zur Rechten meines Vaters wie eine Königin, die auf ihre Krone wartet. Ihr Verlobter Callen saß neben ihr in einem marineblauen Pullover und lächelte alle an, als wäre er bereits in das Familienvermögen aufgenommen worden. Tante Veda war da, Onkel Orson, ein paar Cousins, die ich kaum wiedererkannte, und ich am äußersten Ende des Tisches, neben dem Heizkörper, der alle paar Minuten klickte, als würde er etwas herunterzählen.
Das war schon immer mein Platz gewesen.
Nicht weil jemand gesagt hätte: „Juniper, du gehörst da hinten hin.“
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