Noch in derselben Nacht entdeckte der Metzger sie wieder, diesmal bei den Recyclingtonnen. Die ältere Frau sammelte Pappe, Flaschen und Altmetall und steckte die wenigen Münzen, die sie zusammenbekam, sorgsam ein. Doch am nächsten Morgen kehrte sie mit derselben riesigen Fleischbestellung zurück.
Die Gerüchte und die Beschwerde
Fleisch und Meeresfrüchte
Nachbarn bemerkten ihre seltsamen Bewegungen. Gerüchte machten die Runde, und mehrere Leute riefen die Polizei, beunruhigt darüber, was sich in dem verlassenen Lagerhaus abspielen könnte. Als die Beamten zur Untersuchung eintrafen, stellte sich Lidia vor das Tor und verweigerte ihnen entschieden den Einlass.
Von drinnen war ein dumpfer Schlag zu hören, gefolgt von einem kurzen Geräusch, wie eine Bewegung. Die Frau erbleichte und umklammerte das Schloss noch fester. Ein Beamter schob vorsichtig ihre Hand weg, während ein anderer mit seiner Taschenlampe in den Spalt leuchtete. Als der Riegel nachgab und die rostigen Türen knarrend aufgingen, traten die Beamten ein paar Schritte in die Dunkelheit … und waren sprachlos.
Was sich im Gebäude befand
Taschenlampen erhellten Dutzende Augen, die im Halbdunkel glänzten. Es waren keine Menschen. Es waren Hunde. So viele Hunde. Einige waren abgemagert, andere verletzt, mehrere alt und konnten kaum stehen. Katzen liefen zwischen ihnen umher, und in einer Ecke saßen zwei verängstigte Rehkitzchen, die jemand vor einiger Zeit gerettet hatte.
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Hunde
Keiner von ihnen zeigte Aggression. Als sie Lidia hereinkommen sahen, wedelten alle mit dem Schwanz und gingen auf sie zu. „Madam … wie lange sind Sie schon hier?“, fragte einer der Beamten und senkte seine Taschenlampe.