Die Tochter meines wohlhabenden Mannes kam um elf Uhr abends mit ihm, zwei riesigen Koffern und einer überraschenden Forderung: Sie wollten umziehen. Dann gab sie mir eine Liste mit Aufgaben und sagte, ich müsse meinen Lebensunterhalt selbst verdienen, da ich ja von ihrem Vater lebte. Ich lächelte nur und stimmte zu. Am nächsten Morgen um sechs Uhr verstand sie, warum.

Caroline kniff die Augen zusammen.

„Wer hat dir das erzählt?“

„Ich habe schon nachgesehen“, erwiderte Richard.

Er verschränkte die Arme.

„Okay. Wir hatten eine Auseinandersetzung mit dem Vermieter.“

Richard öffnete die Mappe.

„Sechs Monate unbezahlte Miete.“

Stille.

„38.000 Dollar Kreditkartenschulden.“ Entdeckung: Zinsgünstige Privatkredite.

Carolines Selbstvertrauen begann zu bröckeln.

„Und Derek wurde vor drei Monaten gefeuert.“

Derek trat vor.

„Das ist eine private Angelegenheit.“

Richard funkelte ihn an.

„Du bist in mein Haus eingezogen. Jetzt ist es eine private Angelegenheit.“

Caroline wandte sich mir zu, als wäre ich an allem schuld.

„Das ist seine Schuld.“

Ich lächelte.

„Nein, Caroline. Das liegt daran, dass du um elf Uhr abends in mein Haus gekommen bist und mich angewiesen hast, deine unbezahlte Dienerin zu werden.“

„Dein Haus?“, fragte sie lachend. „Papa hat dieses Haus gekauft.“

Richard lehnte sich zurück.

„Nein.“

Sein Lächeln verschwand.

Ich stellte meinen Kaffee auf den Tisch.

„Ich habe es gekauft.“

Caroline blinzelte.

Richard schob ihr die zweite Mappe zu.