Madison Bennett feierte ihren 27. Geburtstag in einem schicken Restaurant in der Chicagoer Innenstadt. Doch anstatt sich geliebt zu fühlen, kam sie sich auf ihrer eigenen Geburtstagsfeier wie eine Fremde vor.
Ihr Mann Ethan saß in einem dunkelblauen Anzug in der Nähe und schaute ständig auf sein Handy. Ihnen gegenüber lächelte ihre Schwiegermutter Patricia mit jener liebenswürdigen Art, die stets eine Beleidigung verbarg.
„Ach, Madison“, sagte Patricia, „für jemanden, der den ganzen Tag zu Hause ist, hast du dich heute aber wirklich gut benommen.“
Ethan lachte nervös.
Aber er verteidigte sie nicht.
Das tat er nie.
Madison senkte den Blick und zwang sich zu einem kleinen Lächeln – einem Lächeln, das sie in den drei Jahren ihrer Ehe geübt hatte.
Neben ihr saß ihre Großmutter Eleanor Bennett – elegant, grauhaarig und geistesgegenwärtig. Sie sah mehr in den Menschen, als diese zeigen wollten.